Mittwoch, 6. März 2013

Die DDR, der Fußball, die Stasi und ein Mordrätsel

Vor 30 Jahren starb DDR-Flüchtling Lutz Eigendorf

Am 7. März 1983 starb der Braunschweiger Profi Lutz Eigendorf in Folge eines mysteriösen Autounfalls. Bis heute ist die Ursache ungeklärt, sein Tod ist eines der größten Rätsel in der 50-jährigen Ligageschichte. Unbestritten aber ist, dass es Menschen gab, die seinen Tod wollten. Die Frage, die sich jeder Kommissar stellt – wer hatte ein Motiv? – ist längst beantwortet. Die Stasi hatte einen Mordauftrag erteilt. Der Flüchtling Eigendorf, der am 20. März 1979 nach dem Spiel seines BFC Dynamo in Kaiserslautern bei einem Stadtbummel ausgebüchst und mit dem Taxi zur Geschäftsstelle des FCK gefahren war und um Hilfe nachsuchte, sollte sein Leben im “Goldenen Westen” nicht länger genießen dürfen. Der Mann hatte durch seine Flucht Stasi-Chef Erich Mielke persönlich beleidigt. Denn Mielke war Ehrenvorsitzender des Serienmeisters der DDR. Ein kritisches Fernsehinterview im Februar 1983 vor der Berliner Mauer im ARD-Magazin “Kontraste” soll das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Nach der Wende aufgefundene Dokumente im Papierschnipselsalat der Stasi-Unterlagenbehörde lassen keinen Zweifel daran, dass Eigendorf im Visier der Stasi stand. Unter der zynischen Überschrift “Personengefährdung” wurden am 13. September 1983 im Zusammenhang mit Eigendorf schriftlich verschiedene Mordmethoden und deren Vertuschung aufgeführt. “Gifte, Gase? Welche, wie, wo?” Auch von “verblitzen” und “Narkosemitteln” ist die Rede. Der Bundesnachrichtendienst stellte 1990 die Theorie auf, der Griff des Autos sei mit einem Kontaktgift besprüht worden, das über die Haut ins Blut gekommen sei und zu Atemlähmung geführt habe. Der Autor Herbert Schwan warf in seinem ARD-Film “Tod dem Verräter” anno 2000 auch auf Grundlage der Stasi-Dokumente eine andere Mordtheorie auf. Die Stasi habe Eigendorf in dessen Alfa Romeo gekidnappt, ihm mit dem Tod gedroht und mittels einer giftigen Substanz Alkohol eingeflößt. Der DDR-Opfer-Hilfe e.V. unter Ronald Lässig fordert Aufklärung.

WELT, 06.03.2013

Dienstag, 5. März 2013

DDR-Opfer-Hilfe gegen East-Side-Gallery-Abriss

Salzburger Nachrichten, 03.03.2013

Tausende haben in Berlin gegen den Abriss der East Side Gallery demonstriert. Die DDR-Opfer-Hilfe erklärte sich mit der Protestbewegung solidarisch. Deren Vorsitzender Ronald Lässig mahnte, an der Mauer seien während der SED-Diktatur mehrere Menschen bei Fluchtversuchen getötet worden. Dieses Kapitel deutscher Geschichte dürfe nicht den Heuschrecken zum Opfer fallen, die Luxusappartments bauen wollten.

Montag, 4. März 2013

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe) für Erhalt der East Side Gallery

STERN, 03.03.2013

Rund 6000 Menschen haben in Berlin gegen den Abriss der weltbekannten East Side Gallery demonstriert. Als Redner traten Künstler und Politiker auf, darunter Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele. Auch die DDR-Opfer-Hilfe, die die Interessen politisch Verfolgter vertritt, erklärte sich mit der Protestbewegung solidarisch. Der Verein erinnerte, dass an dem Mauerabschnitt während der SED-Diktatur Menschen bei Fluchtversuchen getötet worden seien, darunter Kinder. “Dieses Kapitel deutscher Geschichte darf nicht den Heuschrecken zum Opfer fallen, die Luxusappartments bauen wollen”, forderte der Vorsitzende der DDR-Opfer-Hilfe, Ronald Lässig.

Samstag, 2. März 2013

BSV-Vize Fuchs im Interview


Die Freie Welt
, 28.02.2013

Wer in der DDR wegen seiner Haltung aus dem Beruf gedrängt wurde, hatten sie bisher schlechte Aussichten auf Entschädigung. Oftmals gab es keine schriftlichen Aufzeichnungen, die die Nötigungen belegten. Nun fand man im Stasi-Archiv eine MfS-Richtlinie, die die Version der aus dem Beruf gedrängten stützt. Freie-Welt.net spricht mit Volkhardt Fuchs, Vize-Vorsitzender beim Bund der stalinistisch Verfolgten, über die Bedeutung der neuen Funde.

Lesen Sie hier: Interview

Donnerstag, 28. Februar 2013

Ronald Lässig (MDR) berichtet über “Berliner Mauer”

Der MDR-Journalist Ronald Lässig berichtet über die “Berliner Mauer”. Das Feature erklärt, wie es zur Errichtung des sogenannten antifaschistischen Schutzwalls 1961 kam. Zu Wort kommen Opfer der deutsch-deutschen Teilung und weitere Zeitzeugen. Der Mauerbau diente der SED-Diktatur zur Machterhaltung bis zum Zusammenbruch der DDR im Herbst 1989. Der Bericht wird morgen um 20.15 Uhr auf einer Veranstaltung gezeigt.

Wiedergabe einer Veröffentlichung von 2001

Montag, 25. Februar 2013

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe e.V.) fordert von Gysi Amtsverzicht

DER SPIEGEL, 18.02.2013

Berlin/Hamburg – Der Vorsitzende der DDR-Opfer-Hilfe, Ronald Lässig, hat Linke-Fraktionschef Gregor Gysi aufgefordert, aufgrund der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und nach der jetzt vom SPIEGEL veröffentlichten Stasi-Akte, die die bisherige Argumentation des Juristen über sein Verhältnis zur Stasi in Frage stellt, sein Amt bis zur Klärung zumindest ruhen zu lassen. “Es verhärten sich jetzt die Vorwürfe gegen Gregor Gysi, die seit Jahren latent vorhanden sind. Da muss man erwarten können, dass jemand in herausgehobener Position sein Amt ruhen lässt”, sagte Lässig SPIEGEL ONLINE. Es sei bedauerlich, dass Gysi zu diesem Schritt offenbar nicht bereit sei. “Dass seine Fraktionskollegen ihn in dieser Haltung bestärken, zeigt, dass man in der Linken die Vergangenheit nicht mit der nötigen Sensibilität gegenüber den ehemals politisch Verfolgten behandelt.” Gysi hat immer bestritten für den DDR-Geheimdienst gearbeitet zu haben. Laut Stasi-Dokument, das dem SPIEGEL vorliegt, erhielt “Notar” 1985 eine Urkunde und eine Münze als “Zeichen des äußeren Dankes für die große Unterstützung bei der Durchführung der uns von Partei und Staatsführung gestellten Aufgabe”.

Sonntag, 24. Februar 2013

Ronald Lässig (MDR) und Klaus Wowereit (SPD) im Dialog

MDR-Journalist Ronald Lässig und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) diskutieren über die Perspektiven für Ostdeutschland. Dabei soll das Publikum erfahren, welche Akzente die SPD setzen will, um die Auswirkungen der Sozialreformen abzufedern. Am Abend wird die Diskussion in den Clubs fortgesetzt, wo es vor allem um die rechtlichen Probleme homosexueller Menschen in der Gesellschaft gehen soll. Der Eintritt ist frei.

Wiedergabe einer Veröffentlichung von 2003

Donnerstag, 14. Februar 2013

Forum ehemals politisch Verfolgter der SED-Diktatur

Mitteldeutsche Zeitung, 14.02.2013

Wittenberg (dpd). Um die Probleme politisch Verfolgter der SED-Diktatur geht es auf einem Forum, das am morgigen Freitag in der Lutherstadt beginnt. Im Mittelpunkt steht eine Diskussion, in der sich Betroffene mit Experten für Gesundheit und Soziales über Rehabilitierungs- und Ausgleichsfragen austauschen können. Auch Politiker mehrerer Parteien haben ihre Teilnahme zugesagt. Das Forum wurde organisiert von der DDR-Opfer-Hilfe, dem Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen, dem Verband der Opfer des Stalinismus aus Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Aufarbeitungsinitiativen aus mehreren Bundesländern. Aufgrund der hohen Nachfrage in den letzten Wochen ist die Teilnahme nur noch mit persönlicher Einladung möglich. Das Forum beginnt um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Putin accuses Ukraine...
Russian President Vladimir Putin has condemned Ukraine...
I.Schmidt - 14. Aug, 22:56
About
This is a private, nonprofit blog. Impressum: DDR-Opfer-Hilfe...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:28
Vereinigung "17. Juni...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:07
Carl-Wolfgang Holzapfel...
Carl-Wolfgang Holzapfel, einst Nazi-Unterstützer und...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:06
Tatjana Sterneberg (17.Juni)...
BERLIN -Tatjana Sterneberg, früher im Stasi-kontrollierten...
I.Schmidt - 30. Mai, 19:04

Links

Suche

 

Status

Online seit 4822 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 14. Aug, 22:56

Credits


1.Mai: Sichere Rente gefordert - Ronald Lässig berichtet
ABBA-Museum eröffnet - Ronald Lässig berichtet
Arbeitsmarkt
Ausland
Bayern-Chef droht Medien
BSV Sachsen
Carl-Wolfgang Holzapfel verurteilt
DDR-Opfer-Hilfe
Ellen Rappus
Fußball
Holzapfel (17.Juni 53) wegen übler Nachrede unter Druck
holzapfel, vereinigung 17.juni, verurteilt
Impressum
Inland
Kanzlerin
Kirchentag in Hamburg - Ronald Lässig berichtet
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren